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Rubenow

Vorschaubild Rubenow

Rubenow ist der namensgebende Ortsteil der Gemeinde und bildet gemeinsam mit Rubenow-Siedlung einen zentralen Bestandteil des Gemeindegebiets. Der Ort steht für die Verbindung von historischer Dorfstruktur, landwirtschaftlicher Prägung und späterer Siedlungsentwicklung.

 

Der Ortsteil liegt in einer offenen, ländlich geprägten Umgebung zwischen Wolgast und Lubmin, südlich des Greifswalder Boddens. Felder, Wiesen, Waldflächen und gewachsene Dorfstrukturen prägen das Bild der Umgebung. Damit steht Rubenow exemplarisch für den Charakter der gesamten Gemeinde: ruhig, dörflich, landwirtschaftlich geprägt und zugleich in Nähe zur Ostseeküste gelegen.

 

Rubenow ist kein touristisch überformter Ort, sondern vor allem Wohnort, Lebensmittelpunkt und Teil einer aktiven Gemeinde. Die Geschichte des Ortes, seine Entwicklung als Bauern- und Büdnerdorf sowie die spätere Entstehung von Rubenow-Siedlung zeigen, wie sich ländliche Räume im Laufe der Jahrhunderte verändert haben.

 

Geschichte von Rubenow

Rubenow wurde nach bisher verfügbaren Angaben im Jahr 1334 erstmals urkundlich als „Rubenowe“ genannt. Der Ortsname wird auf einen slawischen Ursprung zurückgeführt und in der Literatur mit „Fronarbeit“ gedeutet. Auch archäologische Hinweise sprechen für eine deutlich ältere Besiedlung der Umgebung: Für Rubenow werden mehrere mittel- bis spätslawische Siedlungen sowie ein slawischer Burgwall genannt. (Wikipedia)

 

Historisch entwickelte sich Rubenow als Straßendorf. Über lange Zeit war der Ort durch Landwirtschaft, bäuerliche Hofstellen und sogenannte Büdnerstellen geprägt. Vor dem Dreißigjährigen Krieg sollen in Rubenow zehn Bauern ansässig gewesen sein; für das Jahr 1697 werden deutlich weniger besetzte Höfe genannt, was auf die Belastungen und Strukturveränderungen jener Zeit verweist. (Wikipedia)

 

Ein wichtiger Abschnitt der Ortsentwicklung hängt mit der Melioration des Ziesebruches zusammen. Um 1825 wurden durch Entwässerungs- und Verbesserungsmaßnahmen zusätzliche landwirtschaftliche Flächen gewonnen. In der Folge entstanden weitere Bauernhöfe, ein Mühlenanwesen sowie mehrere Büdnerstellen. Für das 19. Jahrhundert werden außerdem Windmühlen im Bereich Rubenow erwähnt; von diesen historischen Mühlen ist heute nach den verfügbaren Angaben nur noch der Bezug über Flurnamen beziehungsweise Geländespuren nachvollziehbar. (Wikipedia)

 

Für das Jahr 1865 werden für Rubenow 187 Einwohner in 34 Familien genannt. Neben den Eigentümern und ihren Familien lebten dort auch Knechte, Mägde, Tagelöhner und Handwerker. Erwähnt werden außerdem eine Schule, Wohngebäude, Wirtschaftsgebäude und ein Mühlengebäude. Diese Angaben zeigen, dass Rubenow im 19. Jahrhundert ein kleines, aber klar strukturiertes landwirtschaftliches Dorf mit eigener sozialer und wirtschaftlicher Ordnung war. (Wikipedia)

 

Ab 1897 wurde Rubenow von der Kleinbahn Greifswald–Wolgast berührt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Bahnverbindung, wie viele andere Kleinbahnstrecken in der Region, demontiert. Auch dies ist ein typisches Beispiel für die Veränderungen der Infrastruktur in Vorpommern im 20. Jahrhundert. (Wikipedia)

Rubenow-Siedlung

Rubenow-Siedlung ist deutlich jünger als der historische Ortskern Rubenow. Nach bisher verfügbaren Angaben entstand Rubenow-Siedlung nach 1931 im Zuge einer Aufsiedelung des großen Bauernhofes Dinse. Die Siedlung wurde getrennt vom alten Dorf Rubenow an der Straße Greifswald–Wolgast angelegt. (Wikipedia)

 

Während Rubenow auf eine mittelalterliche und frühneuzeitliche Dorfgeschichte zurückblickt, steht Rubenow-Siedlung stärker für planmäßige Siedlungsentwicklung, Landwirtschaftsstruktur und neue Wohnformen im ländlichen Raum.

Slawische Siedlungsspuren und Burgwall

Der Burgwall Rubenow und mehrere slawische Siedlungsspuren sind für die historische Einordnung wichtig. In den „Archäologischen Berichten aus Mecklenburg-Vorpommern“ ist ein Beitrag mit dem Titel „Burgwall Rubenow, Lkr. Ostvorpommern – Herrschaftsmittelpunkt in der terra Wusterhusen?“ nachgewiesen. (Freilichtmuseum Groß Raden)

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