In der Umgebung von Latzow sind zwei spätwendische Siedlungen aus der Zeit von etwa 1000 bis 1200 nachgewiesen. Diese archäologischen Hinweise zeigen, dass der Raum um Latzow bereits vor der ersten schriftlichen Erwähnung besiedelt war. (Wikipedia)
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Latzow im Jahr 1271 unter der Schreibweise „Latsow“. Das Pommersche Urkundenbuch nennt Latsow in einer Urkunde aus dem Jahr 1271 gemeinsam mit mehreren weiteren Orten der Umgebung. (kpbc.ukw.edu.pl)
Der Ortsname wird slawisch gedeutet. Bereits für das Jahr 1303 erscheint die Schreibweise „Latzow“; der Name wird mit der Bedeutung „Ort auf der Rodung“ erklärt. Diese Deutung passt gut zur Siedlungsgeschichte der Region, in der viele Ortsnamen auf slawische Ursprünge und frühe Formen der Landnutzung zurückgehen. (Wikipedia)
Die Urkunde von 1271 wird mit Bischof Hermann von Kammin verbunden. Darin wurde der Kirche von Wusterhusen der Zehnte aus mehreren Dörfern, darunter Latzow, übertragen. Damit erscheint Latzow schon im 13. Jahrhundert im kirchlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang der umliegenden Orte. (Wikipedia)
Für das Jahr 1303 ist Latzow erneut urkundlich fassbar. Herzog Bogislaw IV. übertrug dem Kloster Eldena Rechte beziehungsweise Besitzbezüge an Latzow und Rappenhagen; das Pommersche Urkundenbuch führt dazu ein entsprechendes Privileg für Eldena über Latzow und Rappenhagen auf. (Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek)
Über viele Jahrhunderte war Latzow ein Bauerndorf. Landwirtschaftliche Nutzung, Hofstellen, dörfliche Wegebeziehungen und die offene Landschaft bestimmten das Leben im Ort. Nördlich des Dorfes stand nach den bislang verfügbaren Angaben von vor 1880 bis etwa vor 1920 eine Bockwindmühle. Diese Mühle ist heute nicht mehr erhalten