Groß Ernsthof wurde nach den verfügbaren Angaben im Jahr 1618 auf der Lubinschen Karte als „Ernsthoff“ dargestellt. Ab 1681 erscheint die Bezeichnung „grossen Ernsthof“, ab 1708 dann „Groß Ernsthof“, jeweils auch mit abweichenden Schreibweisen. (Wikipedia)
Die Entstehung des Ortes wird mit Herzog Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast verbunden. Im 16. Jahrhundert ließ er an dieser Stelle ein Ackerwerk anlegen, das seinen Namen erhielt. Ein Ackerwerk war eine größere landwirtschaftliche Wirtschaftseinheit, vergleichbar mit einem herrschaftlich organisierten Gut beziehungsweise Vorwerk. Als älterer slawischer Vorgängername wird er in historischen Schriften auch Lasow genannt. (Wikipedia)
Der ursprüngliche Ort soll in Ober- und Unterdorf beziehungsweise in Bauern- und Kathenhof gegliedert gewesen sein. Die heute stärker entlang der Straßen verteilten Bauerngehöfte entstanden nach den vorliegenden Angaben erst nach dem Bau der Chaussee Wolgast–Greifswald in den Jahren 1878/1879. (Wikipedia)
Auch eine frühere Windmühle wird für Groß Ernsthof erwähnt. Die Mühle wurde 1795 in Groß Ernsthof bei Wolgast erbaut und war dort bis 1950 in Betrieb. 1980 wurde sie abgebaut, ins Freilichtmuseum nach Klockenhagen überführt und in den Jahren 1982 bis 1988 originalgetreu wieder aufgebaut.
Vor der Umsetzung erfolgte ein genaues Aufmaß. Der Mühlenkasten verfügt über zwei Stockwerke und einen Dachraum. Er ist, wie für Bockwindmühlen namengebend, auf einem Bockgestell drehbar gelagert. Der Kasten wurde mit Hilfe eines Sterts bewegt. In Klockenhagen erhielt sie neue Flügel, die für eine Besegelung ausgelegt sind. Die Technik wurde nur teilweise wieder eingebaut. (Mühlenverein MV)